Das HRM steht mitten im Geschehen, bewegt Menschen und Organisationen, ist die Schalt- und Umschaltzentrale des Systems und steht im Dilemma, zwar viel Einfluss zu haben aber selbst ein Spielball der anderen zu sein. Die Zeiten, in denen das Aufgabenspektrum des HRM vor allem Einstellungen, Lohnabrechnungen, Personalbuchhaltung etc. beinhaltete, sind längst vorbei. HRM muss heute ein grosses Spektrum von der individuellen Mitarbeiterentwicklung bis zur Erarbeitung strategischer Personalkonzepte abdecken. Damit ist das HRM zu einem ernstzunehmenden Spielmacher innerhalb der Organisation geworden. Dies hat einerseits Auswirkungen auf die Organisation der Personalabteilung und andererseits vor allem auch auf die Ausbildung des/der HR-Managers/-in.

Für die Umsetzung relevanter HRM-Konzepte ist es auch notwendig, intern Akzeptanz für Themen zu schaffen, die Mitarbeiter und Führungskräfte in Veränderungsprozessen begleiten. Es gilt kritisch zu hinterfragen, ob diejenigen, die heute in der Personalabteilung tätig sind, gewappnet sind und das Anforderungsprofil erfüllen, das zur Bewältigung der künftigen Herausforderungen notwendig ist. Wichtig für das HRM ist auch, welche Instrumente ihm in Zukunft zur Verfügung stehen werden. Diesbezüglich wird die Digitalisierung, Automatisierung und neue Technologien auch das HRM verändern.