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Arbeitswelt 4.0

von Julia Frischknecht

Die Digitalisierung prägt die neue Arbeitswelt und stellt die Personalabteilungen von Unternehmen vor neue Herausforderungen. Flexible Arbeitsplätze und -zeiten wie auch neue Technologien beeinflussen, wie wir in Zukunft arbeiten.

Arbeitswelt 4.0 oder «New Work» – so werden die digitalen Transformationen genannt, mit denen sich die HR- Manager je länger, je intensiver befassen müssen. Eine Studie des Instituts für Angewandte Psychologie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zeigt, dass die klassischen Human-Resources-Instrumente und -Prozesse den Anforderungen des New-Work-Zeitalters häufig nicht mehr gerecht werden. Laut einem Artikel des Magazins «Organisator», vom Oktober 2019 binden 58% der Unternehmen ihre Mitarbeitenden nicht in die Digitalisierung ihrer Prozesse mit ein. Dies kommt vermutlich daher, dass über 75% der Unternehmen keine Strategie für die Arbeitswelt 4.0 besitzen.

Neues Arbeiten – neue Tools

Das selbstständige Arbeiten in Teams ist eine wichtige Komponente in der Arbeitswelt von morgen. Im Vordergrund steht dabei, die Verantwortung möglichst grosszügig auf die Mitarbeitenden zu übertragen. Der Vorgesetzte erhält in diesem Umfeld entsprechend eine neue Rolle. Er fungiert mehr und mehr als beratender Begleiter und hilft zu priorisieren – das eigentliche Entscheiden überlässt er seinen Teams. Vor dem Hintergrund der immer eigenständiger arbeitenden Teams und der zunehmend stärkeren interdisziplinären Zusammenarbeit wird häufig von sogenannten Social Collaborations gesprochen. Diese team-, unternehmens- und oftmals länderübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht es einem Unternehmen, Probleme effizienter zu lösen und neue Geschäftsfelder zu erschliessen. Gleichzeitig setzt sie jedoch die Nutzung neuer technischer Plattformen sowie Mitarbeitende mit den nötigen Fähigkeiten voraus.

Neue Rolle des HR-Managers

Im Zuge der Digitalisierung haben sich die Prozesse des Talent-Recruiting ebenfalls verändert. HR-Manager müssen sich proaktiv auf die Suche nach potenziellen Bewerbern machen. Für diesen Zweck haben sich Social-Media-Plattformen wie Linkedin bewährt. Doch damit ist die Arbeit nicht getan: Die Recruiter und Personal-Manager müssen in Zukunft die Ressource Mensch auf die Zusammenarbeit mit den Maschinen vorbereiten und sicherstellen, dass diese Kooperation den Horizont der Angestellten erweitert und sie beruflich vorantreibt. Dies hat zur Folge, dass aus einem Human Resources Manager ein Human and Machine Resources Manager (HMRM) wird.

Eines steht fest: Maschinen werden künftig viele Tätigkeiten übernehmen, die bislang Menschen ausführten. Deshalb entstehen in den Unternehmen neue Rollen und Funktionen. HR-Abteilungen sollen diese Transformation begleiten und zur treibenden Kraft der neuen Arbeitsbeziehung zwischen Mensch und Maschine werden.

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