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HRM und Arbeitswelt 4.0

von Julia Frischknecht

Demographische Entwicklung, Fachkräftemangel, flexibles Arbeiten, eine attraktive Arbeitgebermarke sowie die Gewinnung und Bindung von qualifizierten Mitarbeitenden sind nur einige Themen welche Unternehmen angehen müssen.

Eine IAP Studie der ZHAW zeigt auf, dass die klassischen Instrumente und Prozesse des Human Resource Management (HRM) der hohen Geschwindigkeit wandelnder Bedarfe in den Geschäftsfeldern mitunter nicht mehr gerecht werden können. Im Talent Recruiting hat sich Social Media bereits fest etabliert. Unternehmen müssen sich proaktiv auf die Suche nach potentiellen Bewerbern machen. Zudem wird das HRM oft um ein weiteres M ergänzt. Die neue Formel für die Personalabteilung lautet «Human and Machine Resource Management», «HMRM», Die wesentliche Aufgabe besteht darin, für eine ausgeglichene Beziehung zwischen Mensch und Maschine zu sorgen. Die Angestellten müssen auf die neuen Rollen vorbereiten und aufzeigen welchen Part die Technologie im Kontext spielt. Die Zusammenarbeit mit Maschinen kann das Unternehmen voranbringen und auch den Horizont des Menschen erweitern und ihn beruflich vorantreiben.

Arbeiten in selbstständigen Teams: Die neue Rolle des Vorgesetzen

Das selbstständige Arbeiten in Teams ist eine wichtige Komponente der Arbeitswelt der Zukunft. Im Vordergrund steht, die Verantwortung möglichst grosszügig auf die einzelnen Teams und Mitarbeiter zu übertragen. In einer solchen Umgebung, in der das Team mehrheitlich unabhängig agiert, kommt auch dem Vorgesetzten eine neue Rolle zu. Er fungiert als beratender Begleiter des Teams, der eher Themen priorisiert als Entscheidungen trifft. Über das Team-Dashboard verfolgt er die Ergebnisse und die Aktivitäten seines Teams. Die Notwendigkeit persönlicher Treffen reduziert sich enorm.

Neues Arbeiten erfordert neue Tools

Die Zukunft der Arbeit ist nicht nur von selbstständigen Teams geprägt, sondern auch vom Agieren in Netzwerken – mit anderen Teams oder externen Partnern. Dies erfordert neue technische Plattformen: Gefragt sind Infrastrukturen für Social Collaboration. So lassen sich gemeinsam – unternehmens-, team- und länderübergreifend – Probleme lösen, Geschäftsprozesse optimieren, Best-Practices definieren und neue Geschäftsfelder erschliessen.

Eines steht fest: Maschinen werden künftig viele Tätigkeiten übernehmen, die bislang Menschen ausführen. Deshalb entstehen in den Unternehmen neue Rollen und Funktionen. HR-Abteilungen müssen diese Transformation begleiten und zur treibenden Kraft der neuen Arbeitsbeziehung zwischen Mensch und Maschine werden.

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