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Interview mit Byörn Mattle

von Julia Frischknecht

Was für digitale Instrumente, Geräte und Hilfsmittel benutzen Sie in Ihrem Arbeitsalltag?

Das wichtigste Gerät im Alltag ist für mich mein Laptop mit Tablet-Funktion. Durch die Möglichkeit, handschriftliche Notizen zu machen, können Medienbrüche minimiert werden. Zudem finde ich ein Tablet bei Bewerbungsgesprächen sehr angenehm. Man kann es leicht in der Hand halten, und es steht kein Laptop zwischen mir und dem Bewerber. Neben den physischen Fähigkeiten eines Tablets schätze ich die Flexibilität, jederzeit auf all meine Daten und Apps zugreifen zu können.

Meine Top 3 unter den digitalen Instrumenten sind sicherlich Microsoft OneNote und zwei Human-Resources-spezifische Tools. Das eine ist unsere neue HR-Manager-Software «rexx», die wir schrittweise am Implementieren sind. Das zweite Tool ist das Enterprise-Resource-Planning, kurz ERP, mit dem wir unsere Ressourcen planen. Häufig werde ich auch gefragt, wie es um mein Mobiltelefon stehe – für mich persönlich verliert das Handy zunehmend an Relevanz im Arbeitsalltag. Wichtige Telefonate erledige ich via Skype.

Wie kann der Bereich Human Resources von der Digitalisierung profitieren?

Aus meiner Sicht können Personalverantwortliche sehr stark von der Digitalisierung profitieren. Automatisierbare, repetitive Aufgaben sind für mich klassische Herausforderungen, die eine Maschine übernehmen kann. So bleibt dem HR-Manager mehr Zeit, sich dem Zwischenmenschlichen zu widmen. Deswegen bin ich überzeugt, dass Maschinen Menschen eine grosse Hilfe sein können. Ein Paradebeispiel sind für mich Maschinen, die grosse Datenmengen in sehr kurzer Zeit auswerten und so datenbasierte Empfehlungen abgeben. Die Aufgabe von uns Menschen ist es hier, diese Empfehlungen zu nehmen, sie mit unserem menschlichen Erfahrungswert zu ergänzen und dann eine abschliessende Entscheidung zu treffen. Diese Synergien ermöglichen es uns, im Personalwesen bei gleichbleibenden Ressourcen einen konstanten Service zu leisten.

Wo sehen Sie die Risiken der Digitalisierung im Personalwesen?

Ein sicherlich sehr grosses Risiko besteht darin, Opfer eines Hackerangriffs zu werden – zumal die Angriffsstrategien, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen und man den Medien entnehmen kann, immer koordinierter und raffinierter werden. Eine weitere Herausforderung, der sich das Personalwesen je länger, je mehr stellen muss, ist das Thema Datenschutz.

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