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Hören – suchen – gestalten

vonJulia Frischknecht

So lautete der Leitgedanke des 900-Jahr-Jubiläums des Kloster Engelberg 2020. Es ist ein Dreiklang, der aus der Regel und der Lebenserfahrung der Mönche kommt. «Hören» bedeutet immer wieder die Bereitschaft, sich neu ansprechen zu lassen, sich auf neues einzulassen. Nicht stehen zu bleiben, sondern sich zu hinterfragen und prüfen. «Suchen» soll eine Grundtugend des Mönches sein. Denn der Mönch muss ein Leben lang ein Suchender sein, sonst verpasst er seine klösterliche Berufung und letztlich, was der Wille Gottes ist. Dieses «Suchen» ist auch ein Zeichen des «Hörens»: man ist offen, auf das, was einem vertraut ist und doch so fremd. Das «Gestalten» ist dann die alltägliche Umsetzung ins Jetzt. Das Hören und Suchen brauchen eine Umsetzung.

In den letzten 900 Jahren ist die Gemeinschaft innerhalb der Klostermauern näher zusammengerückt. Als Abt Christian 1988 ins Kloster Engelburg eintrat, zählte das Kloster 80 Mönche. Heute sind es noch 19. Damit das Kloster funktionieren kann, muss jeder Einzelne der Mitbrüder noch mehr in den Dienst der Gemeinschaft stellen.

Auch die Zeiten haben sich verändert und es braucht neue Zugänge zu den Menschen. So hatte jede Zeit ihre Zugänge. Die Kirche war nie einfach etwas Starres. Denn Kirche ist immer «reformanda est». Sie war nie ein fertiges Produkt von Anbeginn, sondern eine lebendige Gemeinschaft, mit Ecken und Kanten, Sonnen- und Schattenseiten.  Abt Christian meint, die Seelsorge sollte neu ausgerichtet und auch die Ausbildung grundreformiert werden.

Abt Christian wird spannende Einblicke und Erfahrungen als Abt im Benediktinerkloster Engelberg am Ostschweizer Personaltag bieten.

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